Von Michael Schuh

Michel ist Redakteur bei laut.de und Chef des Redaktionsradios laut.fm/eins
6. November 2018

3. laut.fm/CON: Großes DJ-Treffen in Köln  

  • Vorträge zu laut.fm, 1Live und Smart Speaker 
  • Radio-DJs geben Einblicke in ihr Home-Studio  
  • Termin für die Radio-Konferenz 2019 steht

Auch bei der dritten Auflage der jährlichen Onlineradio-Konferenz, der laut.fm/CON, begrüßten die Senderverantwortlichen um laut.fm-CEO Rainer Henze wieder zahlreiche aktive und mitunter von weither angereiste Radio-DJs zur eintätigen Businessveranstaltung. Nach Berlin und Hamburg in den vergangenen Jahren luden wir am Wochenende ins Kölner GREATLIVE. Die herzliche und freundschaftliche Atmosphäre vergangener Conventions setzte sich zum Glück nahtlos fort: Schon beim Frühstücksbuffet schnappte man hier und da Gespräche über Radio-Playlists, DJ-Tools oder die laut.fm-API auf.

Und dann ging's auch schon los: Hoch zufrieden zeigte sich Henze mit der Entwicklung hin zu knapp sieben Millionen Sessions pro Monat, wodurch laut.fm weiterhin zu den reichweitenstärksten Audio-Angeboten zählt. Ein Grund mehr, die anwesenden DJs in den höchsten Tönen zu loben. Der vor kurzem unter Dach und Fach gebrachte Anteilsverkauf an Antenne Bayern werde diese Entwicklung deutlich ankurbeln, schon jetzt verzeichnet laut.fm in diesem Jahr 65 Millionen Hörstunden bei über 4000 Stationen

    laut.fm/CON - der Schaufensterblick.

    © laut.fm

    Wie üblich sorgten Gastspeaker für interessante Außenansichten auf das weite Themenfeld Online-Radio. 1Live-Moderator Jan-Christian Zeller, besser bekannt als "JC", plauderte über seine Arbeit beim bekannten Jugendsender. Die Favoriten für seine Sendung pickt er aus selbst gekaufter Musik und den von Labels zugeschickten Tracks. Weil er auch als DJ auf 1Live-Partys auftritt, habe er gegenüber Morningshow-Moderatoren den Vorteil, seine Zielgruppe gut zu kennen: Durchschnittsalter 34 Jahre und mit 1Live gealtert.

      Rainer Henze von laut.fm.

      © laut.fm

      Zeller betreibt auch den überaus erfolgreichen Online-Radiosender iloveradio.com, wo das Publikum weitaus jünger ist. Die dort veröffentlichten Streams unterschiedlichster Genres und Themenschwerpunkte sieht der Musikfan auch als Alleinstellungsmerkmal und Kampfansage gegen Streaminganbieter. Gegen sie könne man auf Dauer nur mit einem attraktiven Angebot bestehen, weshalb er ausnahmsweise auch mal renommierte DJs vom Parookaville Festival einen Hardstyle-Channel kuratieren lässt. Oder bekannte Hosts wie Rooz von hiphop.de einlädt.

      Grundsätzlich sieht "JC" Radio nicht als ideale Plattform für Newcomer, sondern für bereits bekannte Musik. Eine Einschätzung, über die anschließend munter diskutiert wurde. Erstmals auf einer laut.fm-Konferenz präsentierten Radio-DJs in einer Kurzpräsentation ihre eigenen Stationen: Die Macher der Sender laut.fm/harzeins, laut.fm/simliveradio, laut.fm/12xu und laut.fm/karneval-radio plauderten aus dem Sendernähkästchen und brachten auch Bilder ihres Studios mit.

        Film ab!

        laut.fm-Radio-DJs stellen sich vor.
        © laut.fm

        Auf großes Interesse stieg erwartungsgemäß das zukunftsweisende Thema Smart Speaker, dem sich Robert C. Mendez von der Plattform internet-of-voice.de annahm. Alexa, Siri und Co. hätten nur eine Mission: Das Internet zum Sprechen zu bringen. Der Absatz der Geräte sei bereits jetzt atemberaubend, so Mendez und dies obwohl die Sprachassistenten im Augenblick eher noch als Spielgerät fungierten, mit denen Besitzer im Kasernenton kommunizieren. Schon jetzt arbeiteten etwa bei Amazon im Verhältnis mehr Menschen an der Weiterentwicklung des Produkts Alexa als an Amazon insgesamt. Sobald die Geräte nutzbarer und intelligenter würden, stehe dem ganz großen Smart-Speaker-Hype nichts mehr im Wege. Mendez sieht diesen Punkt in etwa zwei Jahren gekommen.

        Bis dahin gelte es, das einzelne, sprachliche Ausgaberesultat einer Smart-Speaker-Suche ("Punkt der Erfüllung") derart zu optimieren, dass der User die Schlagwortliste einer Suchmaschine nicht mehr vermisst. Gleichwohl sei es unwahrscheinlich, dass über Sprache schwer transportierbare Informationen wie ein Mode-Einkauf jemals salonfähig würden. Dafür sehe er beispielsweise bei einem Toaster oder einer Kabeltrommel durchaus Kommunikationspotenzial, so Mendez mit einem Augenzwinkern. Zuvor hatte Henze schon darauf hingewiesen, dass auch laut.fm sogenannte Skills entwickle und Smart Speaker-Besitzer auf die große Senderzahl via TuneIn zugreifen können.

          Lockerer Plausch in den Vortragspausen.

          © laut.fm

          Der Infotag schloss mit Vorträgen von laut.fm-Marketing-Manager Florian Schade zum Thema Online-Marketing und der bereits zum festen Inventar zählenden "DJ-Sprechstunde" von laut.fm-Lead-Developer Niko Dittmann, in der gewohnt techniklastige Fragestellungen zutage traten. Der Tag ging mit einer wichtigen Ankündigung für reisefreudige Teilnehmer zu Ende: Die nächste laut.fm/con findet am 9. November 2019 in München statt.

          Weitere Foto-Impressionen:

            Laneyards für alle!

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            Wann ist es endlich 9 Uhr?

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            Am Einlass

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            'JC' Zeller im Gespräch mit Rainer Henze

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            DJs stellen ihre Sender vor - hier spricht Groschi über 12XU

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            Mmmh!

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            Jörg Kühnel füllt die Vortragspausen mit Musik

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            Florian Schade von der LAUT AG bei seinem Vortrag über Marketing

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            LAUT AG-Vorstand Rainer Henze im Gespräch

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            Einer von 10.000

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            Der Herr der Farben: Sascha Oriwall

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            Die Mitschnitte von den Vorträgen werden wir an dieser Stelle noch veröffentlichen.

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