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Von Maximilian Fritz

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07. Februar 2018

Die besten Karnevals-Radios

  • Die besten Party-Hits zur Fastnacht 2018
  • Helau, Alaaf, Ahoi, Ho Narro: Die Narren kommen!
  • Schunkeln und Singen mit Bläck Fööss und De Höhner

Fastnacht, Karneval, Fasnacht, Fasnet, Fasching oder einfach die fünfte Jahreszeit: Keine andere Festivität polarisiert Deutschland so stark wie die Zeit der Narren. Grob eingeteilt gibt es nur zwei Lager: Die einen geben sich dem Treiben vollkommen hin und feiern gleich mehrere Nächte durch, die anderen verbarrikadieren sich panisch in den eigenen vier Wänden, meiden selbst Besuche beim örtlichen Bäcker und verlassen in ganz schlimmen Fällen einfach kurzerhand das Land. Aufregung ist also garantiert, wenn es ab dem Schmotzige Donnerstag heißt: Helau! Alaaf! Ahoi! Ho Narro! Die Party steigt überall: Umzug, Prinzenball, Altweiber, Rosenmontag - kein Narr bleibt allein! Volle Kanne Anarchie bis Aschermittwoch

Party-Feiermeilen im Radio

Die Gleichung aus mehr oder minder kreativen Verkleidungen, einem abnormen Geräuschpegel und einem Alkoholkonsum an der Grenze zur Selbstgeißelung dürfte den meisten Karnevalisten bekannt vorkommen. Hinzu kommt ein spezieller Humor, etwa in Büttenreden, wo ein zünftiger Witz gerne lokalpatriotisch eingebunden wird. Apropos Flüssignahrung: Am bayerischen Nockherberg ist der Starkbieranstich ein fester Termin im Kalender sämtlicher Promis. So außergewöhnlich wie die verschiedenen Bräuche gestaltet sich auch die Musik. Egal auf welchem Karneval, Fasnacht oder Fasching, penetrant wummernde Stimmungsmusik mit möglichst einfachen Texten ist überall zu vernehmen. 

Die regionalen Unterschiede der Feierei sind gar nicht so extrem, wie man zunächst vermuten würde. Über die größte Strahlkraft verfügt zweifelsohne die Karnevalshochburg Köln, deren Lieder sich ihren Weg unaufhaltsam in sämtliche Winkel Deutschlands bahnen und dort für bierschwangere Ekstase sorgen. Ist musikalische Diversität bei der Narretei ohnehin keine Grundtugend, macht sich der kölsche Einfluss auch auf laut.fm bemerkbar, wo Liedgut aus der Domstadt die Karnevalssender dominiert.

    Helau! Alaaf! Ahoi!

    Die Auswahl

    Karneval (laut.fm/karneval)

    Der Name ist in gewisser Hinsicht gemogelt: Kompromisslos mischt der Sender todesmutig alles, was auch nur im Entferntesten partytauglich ist. Unter dem Deckmantel des Karnevals finden auch etliche Ballermann- und Eurotrash-Hits ihren Weg in die Playlist. 

    So befinden sich die unausweichlichen Höhner in bester Gesellschaft von DJ Düse, Mickie Krause, Captain Jack sowie einer nicht näher genannten Rockkapelle aus Düsseldorf, die in diesem Kontext plötzlich Sinn macht. Der erfahrene Karnevalist weiß jedoch: Auch das gehört zum guten Ton.

    MFNradio Karneval (laut.fm/mfnradio)

    "100% jeck" verspricht das Etikett dieses Senders selbstbewusst. Und in der Tat findet sich in der Auswahl eine Menge kölscher Dialekt. Neben Größen wie Bernd Stelter kommt hier auch Sämtliches zur Geltung, was im Narrenzirkus sonst Rang und Namen hat: Kuhl un de Gäng, De Bläck Fööss und Marita Köllner representen den karnevalistischen Underground, immer wieder aufgelockert mit konsenstauglichen Ballermann-Stars wie Tim Toupet oder Chris Tuxxi.

      Party-Radio (laut.fm/party-radio)

      Schlager, Discofox, Karneval, NDW und die besten Party-Hits laufen laut eigener Beschreibung auf dem passend betitelten Sender Party-Radio. Na, dann hören wir doch mal rein. Roland Kaiser & Maite Kelly, Major Tom, Andreas Gabalier, Ross Anthony, Marquess, Kay One: Die Bandbreite ist schier unbeschreiblich. Und ja: Mit Colör und den offenbar omnipräsenten Bläck Fööss wird auch das Karneval-Versprechen erfüllt. Fazit: Wer einen eklektischeren Zugang zu seinem ganz speziellen Fasnachts-Erlebnis sucht, muss hier einschalten.

        Radio-Humba (laut.fm/radio-humba)

        Von hochoffizieller Stelle wird unsere letzte Playlist kuratiert. Der "HUMBA Efau" höchstpersönlich zeichnet verantwortlich für eine Station, die ohne die ganz großen Namen auskommt. Diversität ist dabei das A und O: Hin und wieder eingestreute spanische, afrikanische und griechische Interpretationen garantieren im kölsch-internationalen Mix einen Abwechslungsreichtum, den man ansonsten vergeblich sucht und der auch ganz ohne Discofox-Songs Stimmung verbreitet.

          Kontakt

          laut.ag
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